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Lichdi-Lädle, Weihnachtszeit 2018/19

(kok) Den ganzen Advent bis einschließlich 6. Januar haben sie uns wieder beglückt: Wolfram Glück und sein Lichdi-Lädle. Im Gespräch mit Konstanze Keller erzählt Herr Glück, warum seine Zeit in Bammental erneut auch für ihn so beglückend verlaufen ist. Tatsächlich nämlich war das Lichdi-Lädle in dieser Festsaison noch besser besucht als in den Jahren davor, die Menschen strömten in das Café, Ausruhzeiten gab es für den agilen Kaufmann kaum. Satt gesehen hat man sich auch nach seinem vierten Aufenthalt hier nicht. 

Es habe viel damit zu tun, erzählt Wolfram Glück, dass er sich mittlerweile ein so großes Vertrauen in unserem Ort erarbeitet habe. Die Menschen kommen nicht nur, um bei ihm ein nostalgisches Einkaufserlebnis zu haben; was sie schätzten sei das kleine Gespräch, das stets offene Ohr, der Austausch über dies und jenes. Ohnehin sei es genau das, was die Menschen beim Einkaufen heute so sehr vermissten – das Persönliche, den menschlichen Kontakt. Er habe das immer so gesehen: wer einen Laden betreibe, dürfe nicht nur an den Profit denken, sondern auch daran, dass die Kunden sich wohl fühlten. In Bammental seien die Menschen besonders offen. Und so sei das Lichdi-Lädle bei uns nicht nur Anlaufstelle für Nostalgiker, sondern auch ein Ort, an den man seine Sorgen, Geschichten und Erinnerungen tragen könne. 

Ob das damit zu tun hat, dass Wolfram Glück, wäre es nach dem Wunsch seinen Vaters gegangen, Missionar in Südamerika geworden wäre? Geht es ihm mehr um das seelische Wohl seiner Mitmenschen als ums Verkaufen? Beides gehört in so einen traditionsreichen Laden, meint Herr Glück. So habe er in diesem Jahr beispielsweise auch sein Sortiment erweitert. Missionieren wolle er niemanden; entscheidend im Umgang mit Menschen jedoch sei das offene Herz des Kaufmanns für die Anliegen der Kunden. Da stecke schon der Reiseprediger noch in ihm. Durch den Tod des Vaters, wurde er gezwungen, den Laden der Großmutter zu übernehmen. Zwar gab es noch zwei Brüder, doch er habe „das größere Mundwerk“ gehabt. Und Reden gehört zu einem Kaufmann mit Herz nunmal dazu. 

Über welche Besucher er sich besonders gefreut habe? Über jeden Einzelnen, beteuert der 77-Jährige. Stolz sei er natürlich, dass der Bürgermeister gleich mehrmals vorbei geschaut habe. Doch jedes Kind und jeder andere Erwachsene, habe ihn ebenso erfreut. Besonders schön seien die mehrfachen Besuche aus dem Anna-Scherer-Haus gewesen. Da wären Lieder gesungen und Witze erzählt worden. Sehr spannend fand er auch die Tatsache, dass selbst Filialleiter von Supermärkten bei ihm vorbei geschaut hätten, um am vergangenen Einkaufsgefühl zu schnuppern. „Sehen Sie, die Sehnsucht ist groß! Das Ramscherlebnis suchen die Menschen heute nicht mehr wirklich, was wir alle suchen, ist die Nächstenliebe.“

Ob wir uns denn darauf freuen können, dass er uns im nächsten Advent wieder besuchen würde? Darauf kann nicht er, darauf kann nur die Gesundheit antworten. Wenn das Glück ihm auch in 2019 Gesundheit beschere, könne es gut sein, dass er wieder kommt.