Die späte Liebe zum geschriebenen Wort

Vortrag mit Tim Thilo Fellmer

Ein bewegender Vortrag über eine außergewöhnliche Biografie erwartet uns am 1. April um 19:30 Uhr im Café unseres Hauses. Es geht um Analphabetismus in Deutschland und die Herausforderung einer späten Alphabetisierung.

Tim Thilo Fellmer galt in seiner Schulzeit als „Legastheniker“. Nach insgesamt elf Schuljahren hatte er zwar einen Hauptschulabschluss erreicht, konnte jedoch immer noch nicht richtig lesen und schreiben. So zählte er als Erwachsener viele Jahre zu den 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten, die es in Deutschland gibt. Ein Mensch, dem das Lesen und Schreiben nicht nur große Schwierigkeiten bereitete, sondern unvorstellbare Barrieren in den Weg legte. Denn Schrift kommt in unserem Alltag an jeder Ecke vor. Was Menschen, denen das Lesen kein Problem ist, oft kaum auffällt. 

Inzwischen ist es Tim-Thilo Fellmer über viele Jahre hinweg gelungen, sich seinen Weg in die große Welt der Buchstaben und Wörter zu erschließen. Heute ist der sympathische Fellmer erfolgreicher Autor und Verleger, sowie gefragter Referent und Motivator im Themenbereich Alphabetisierung und Grundbildung. Er arbeitet mit zahlreichen namhaften Institutionen wie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Internetprojekt LegaKids.net zusammen und ist häufig Gast in Rundfunk und Fernsehen zum Thema Alphabetisierung. Er ist zum Botschafter für Alphabetisierung geworden, einem Thema, das noch viel zu oft kaum wahrgenommen, ja, tabuisiert wird.

Der Autor erzählt uns am Montag, 1. April von seinem Werdegang und lässt uns teilhaben an einer kniffeligen Welt voller unverständlicher Zeichen, die viele sich gar nicht vorstellen können. Er informiert im Themenbereich Alphabetisierung und Grundbildung über aktuelle Zahlen und Fakten und liest auszugsweise aus seinen Büchern oder aus anderen eigenen Texten. 

Highlight unserer Sprachwoche vom 30. März bis 6. April.

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